70 Millionen Kinder müssen in Indien von klein auf arbeiten, um zu überleben. Zur Abzahlung von Schulden und Krediten ihrer Eltern schuften Mädchen und Jungen in der Landwirtschaft, in Fabriken, im Steinbruch oder im Haushalt. Kinderarbeit ist jedoch nicht allein Folge, sondern auch Ursache für Armut - weil sie die Chance auf ein besseres Leben raubt.

Die 13-jährige Gouramma war eine solche Kinderarbeiterin. Als Kleinkind hat sie gebettelt, Ballons verkauft oder als Dienstmädchen gearbeitet. Heute geht Gouramma zur Schule und träumt davon, Krankenschwester zu werden. Gemeinsam mit der indischen Partnerorganisation MV Foundation setzt sich die Welthungerhilfe im Bundesstaat Andhra Pradesh für Kinder wie Gouramma ein.
Mehr als 4.000.000 ehemalige Kinderarbeiter gehen heute bereits zur Schule! 7.000 Mädchen und Jungen hat das Projekt aus der Schuldknechtschaft befreit. Gleichzeitig ziehen ehrenamtliche Helfer unermüdlich von Dorf zu Dorf, um Eltern und Behörden zu überzeugen, dass Bildung der erste Schritt aus Armut und Not ist – und ein Menschenrecht!