Hilfe für Kleinbauern

Freiwillig sind Narzisso Humpiri und seine Frau Felicitas nicht hierher gezogen, in den Nebelregenwald am Rande des peruanischen Manu-Nationalparks, unweit der einstigen Inka-Hauptstadt Cuzco. Doch die Ernten auf den kargen Böden in ihrer Heimat, dem peruanischen Hochland, hatten nicht ausgereicht, um sie und ihre beiden Kinder zu ernähren. Wie viele Familien waren sie gezwungen, deshalb ins Tiefland überzusiedeln. Mit ihren altbewährten Anbaumethoden kamen sie hier allerdings nicht weit, fuhren schlechte Ernten ein, und die Böden laugten rasch aus.

75 Prozent der Menschen sind arm und viele unterernährt. Der durchschnittliche Monatsverdienst liegt bei 42 US-Dollar. Um die Lebensbedingungen der Menschen zu verbessern, engagiert sich die Welthungerhilfe in drei Randzonen des Nationalparks. In den Projektgebieten leben 560 Familien mit 2.800 Menschen. In Aus- und Weiterbildungen lernen die Bauern, ihre Anbaumethoden umweltschonend an die tropischen Verhältnisse anzupassen. So können sie ihre Erträge steigern, die Qualität der Produkte verbessern, neue Märkte finden – und den Regenwald schützen.

In eigenständig verwalteten Schutzzonen pflanzen sie Bohnen, Maniok, Bananen, Mais, Erdnuss und Zuckerrohr, sogar Ananas und Papaya. Der Anbau und die Verarbeitung von Kakao und Kaffee sowie der Verkauf von Heilpflanzen dienen als alternative Einkommensquellen. Die Saat geht allmählich auf und zeigt, dass Ernährungssicherung und Umweltschutz gleichzeitig möglich, sogar nötig, sind.

Doch noch haben es nicht längst alle Familien geschafft. Noch immer fehlt es an geeignetem Saatgut, Werkzeug und am dringend benötigtem Fachwissen.

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